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Wir sind von Exoten umgeben – oft, ohne es zu bemerken. Ob an Küsten, in Flüssen und Seen, Wäldern und Gärten, Brachen oder Höhlen: Nahezu jeder Lebensraum in Deutschland wird von Lebewesen bewohnt, die aus anderen Ländern eingeführt wurden.
Die meisten bleiben unauffällig, doch einige breiten sich aus – häufig begünstigt durch die Klimaerwärmung. Wenige verursachen Ärger oder wecken Sympathien. Nur wenige Neubürger richten erhebliche ökologische oder wirtschaftliche Schäden an. Einzelne sind jedoch so mächtig, dass sie den Lauf der Geschichte entscheidend geprägt haben.
Die Autoren stellen mehr als 200 Pflanzen, Pilze und Tiere als Neubürger in Deutschland in Wort und Bild vor.
Das Buch wird ab dem 27. September 2025 ausgeliefert, Vorbestellung ist ab sofort möglich.
Beschreibung
Unsere Exoten – übersehen, gehasst, störend oder geliebt
„Neobiota“, so die Gesamtbezeichnung für neu eingeführte Organismen, sind in Deutschland allgegenwärtig. Sie besiedeln nicht nur jeden Lebensraum, auch in der Fach- und sogar der Tagespresse hört und liest man regelmäßig von ihnen. Meist findet man hier nur die Arten, die Menschen Probleme verursachen, als Pflanzenschädlinge, als Unkraut, als Lästlinge, als mögliche Fressfeinde heimischer Arten. Doch nicht nur die invasiven Arten wie die Asiatische Hornisse, der Waschbär, die Tapinoma-Ameise, Japan- oder Kartoffelkäfer, die Bernstein-Waldschabe oder die Wollhandkrabbe spielen eine Rolle. Zahlreiche Arten sind stille Bewohner von Ruderalflächen, die Bereiche nutzen, die wir Menschen längst aufgegeben haben. Andere können nur in unserer Nähe leben, oft scheiden sich die Geister an ihnen: Die einen stören sich an ihnen, die anderen halten sie für sympathische Exoten.

Die Autoren haben über 200 Arten Pflanzen, Pilze und Tiere zusammengetragen, die gebietsfremd in Deutschland vorkommen, vorgekommen sind oder vielleicht nie vorkamen, deren Erscheinen aber gefürchtet wird. Das Buch stellt jede dieser Arten fundiert in Wort und Bild vor. Die Informationen sind aktuell und auf dem Stand von August 2025. Selbst bei schwierig dingfest zu machenden Arten ist es gelungen, mindestens ein Bild für dieses Buch zu gewinnen.
Ein aktuelles Buch, das sich in diesem Umfang mit Neobiota in Deutschland befasst, gab es bisher nicht auf dem Markt.
Praktisch zum Nachschlagen und angenehm zu lesen

Ein Farbleitsystem begleitet den Leser durch die Systematik und erleichtert so das Auffinden der Arten deutlich. Jede Art hat ihren eigenen Vorstellungstext, der meist zwei eindrucksvollen Fotos folgt, welche die Art portraitieren und sie oft in ihrem typischen Lebensraum vorstellen. Eine Verbreitungskarte dient bei den meisten Arten zur Orientierung, wo die Art in Deutschland vorkommt. Alle Informationen sind auf dem aktuellen Stand von August 2025.
Die Vorstellungstexte sind kurz und knackig, informativ ohne abzuschweifen und gelegentlich durch eine Anekdote ergänzt. So machen sie viel Spaß beim Lesen, ohne das Wesentliche zu vernachlässigen. „Unsere Exoten“ ist ein Buch zum Nachlesen und zum Schmökern.
Wussten Sie, dass …
- … Deutschlands höchster vermessener Baum einer eingeführten Art angehört?
- … der Persische Ehrenpreis die Strecke zwischen Karlsruhe und Freiburg in nur 20 Jahren zurücklegte?
- … lichtscheue Gesellen jahrzehntelang an den Grundfesten der Hamburger Justiz nagten?
- … es in Deutschland Pflanzen gibt, die sich über giftige Ausdünstungen vor dem Abmähen schützen können?
- … das „vergessene Gemüse“ bei Influencern nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt?
- … ein Pilz die erste Demokratiebewegung in Deutschland initiierte?
- … nicht nur die Haustaube, sondern auch der Kiri-Baum „proletarisiert“ wurden?
- … in Deutschland Flamingos regelmäßig und so erfolgreich brüten, wie überall auf der Welt?
- … rechte Parteien die Blüten und Farbe einer eingewanderten Pflanze als Erkennungszeichen nutzten und heute noch nutzen?
- … eine Heuschreckenart, deren Heimat nie bekannt wurde, durch einen Krieg kam, durch einen anderen verschwand und in einer App wieder auftauchte?
- … es Käfer gibt, die sich mit einer biologischen Waffe gegen einheimische Konkurrenz erwehren?
- … etwa jedes 5. Paar einer bekannten Vogelart gleichgeschlechtlich ist?
… das alles Pflanzen, Pilze und Tiere betrifft, die ursprünglich nicht in Deutschland heimisch waren?
Lesen Sie „Unsere Exoten“, dann wissen Sie es!
Zusätzliche Informationen
Größe | 22 × 17 × 3,8 cm |
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Autor | Dr. Markus Bühler und Tobias Möser |
Seiten | 392 |
Bindung | Hardcover mit mattem Bezug und geradem Rücken |
Abbildungen | mehr als 500 Abbildungen, davon mehr als 300 Farbfotos und knapp 200 Verbreitungskarten |
Größe | Din A5 Hardcover; ca. 3,8 cm dick und 750 g schwer |
Zielgruppe | Alle Naturliebhaber, die sich aus Interesse, Hobby oder Beruf mit Neobiota in Deutschland befassen. |
ISBN | 978-3-910533-10-3 |
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