Wir haben bei einem unserer Lieferanten eine Produktgruppe entdeckt, die zumindest für uns neu ist: die Kühlschrankmagnete. Natürlich probieren wir so etwas gerne aus und haben direkt ein paar drucken lassen. Wir sind dabei unserem Leisten treu geblieben und haben vier Motive aus der Zoologie oder dem legendären Bereich der Zoologie, der Kryptozoologie realisiert:
- „Le Poulpe colossal„, der Riesenoktopus nach einer Zeichnung von 1801. Mehr mythisch als real, ist er seit Jahrhunderten Teil des Seemannsgarns, möglicherweise weil gelegentlich ein Riesenkalmar neben einem Schiff auftauchte. Auch wenn es tatsächlich große Kraken gibt, die in seltenen Fällen 250 kg und 9 m Spannweite überschreiten können, ist die Darstellung auf der Zeichnung maßlos übertrieben. Aber gerade deswegen haben wir uns ihr angenommen und auf einen Kühlschrankmagneten drucken lassen.
- Der Riesenalk ist die erste von drei europäischen Vogelarten, die in geschichtlicher Zeit ausgestorben sind. Als Meeresvogel war er aufs Schwimmen und Tauchen spezialisiert, flugunfähig und an Land etwa so mobil wie ein Pinguin. Die Tiere kamen quasi nur zum Brüten an Land und nutzten dort auch nur Inseln, auf dem Festland wären sie leichte Beute von Füchsen, Wölfen und (Eis-) Bären gewesen. Die Menschen nutzten die Bestände jahrhundertelang nachhaltig, bis die industrielle Fischerei und Waljagd aufkam und sie zu hunderten erschlagen wurden. Die letzten bekannten Riesenalken wurden um 1850 gesichtet. (Weiteres beim Netzwerk für Kryptozoologie)
- Das Rotkehlchen ist in keiner Form bedroht, sondern einer der häufigsten Gartenvögel. Aufgrund seiner Zutraulichkeit, der roten Brust und seinen anmutigen Bewegungen ist es ein Sympathieträger unter den Vögeln. In unseren FederFlieger-Geschichten spielt das Rotkehlchen Valentin eine wichtige Rolle, Grund genug, es auf einen unserer Kühlschrankmagneten zu bannen.
- Der Beutelwolf, eigentlich sogar zwei Beutelwölfe schmücken den 4. Kühlschrankmagnet. Beutelwölfe sind die australische Entsprechung zu den Hundeartigen im Rest der Welt, sie haben sich jedoch völlig unabhängig von diesen entwickelt, wirken aber sehr ähnlich. Auf dem australischen Festland starben sie in geschichtlicher Zeit aus, nur auf der Insel Tasmanien haben sie bis ins 20. Jahrhundert überlebt. Von den Schafzüchtern wurden sie gnadenlos gejagt, obwohl überhaupt nicht sicher ist, ob sie überhaupt Schafe töten konnten. Ende der 1920er Jahre brachen die Populationen zusammen, 1936 stellte die Regierung sie endlich unter Schutz, aber zu spät. Nur wenige Monate danach starb der letzte bekannte Beutelwolf im Zoo von Hobart.
Dennoch gibt es immer wieder unbestätigte Sichtungen in der tasmanischen Wildnis. (Weiteres beim Netzwerk für Kryptozoologie)
All unsere Kühlschrankmagnete haben 85 mm x 55 mm Außenmaße und sind 0,5 mm dick. Wir sind sicher, dass das nicht die letzten ihrer Art sind.
